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Ich will euch was erzählen... Deutsche Kinderreime.mit zahlreichen Illustrationen von Kinder im Alter von vier bis 7 Jahren  7.Auflage - Gabrisch, Ausgew. v. Anne
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Gabrisch, Ausgew. v. Anne:
Ich will euch was erzählen... Deutsche Kinderreime.mit zahlreichen Illustrationen von Kinder im Alter von vier bis 7 Jahren 7.Auflage - gebunden oder broschiert

1979, ISBN: 9783379003667

ID: 592127104

7.Auflage 22 cm. 357 Seiten. Leineneinband ohne OU sehr sehr starke gebrauchsspuren,einband fleckig, vor und nachsatz fleckig, buchblock gelockert, insgesamt gebrauchsspurig. Das Kind ist noch klein Der Kniereiter Wiegenlieder Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch Allerlei Tiere Frühling, Sommer, Herbst und Winter Zebre bebre bu, und ab bist du Ringelreihen Lernste was, denn kannste was Gicksgacks Ich will euch was erzählen Nachwort ...Kunterbunt ist die Welt, die uns im Kinderreim begegnet, naiv, respektlos und skurril wie in Kinderzeichnungen. Manche der hier versammelten Reime sind sehr alt - das Rätsel vom Vogel federlos, der Baum blattlos und der Frau mundlos beispielsweise ist in lateinischer Übersetzung bereits aus dem 10. Jahrhundert überliefert. Andere wieder entstanden erst in neuerer Zeit. Kinderreime hat es zu allen Zeiten und in allen Ländern gegeben. In der antiken Literatur finden wir sie erwähnt, in der Bibel, und für Deutsch-, land bereits bei den Dichtern des Mittelalters. «Wo Honig ist, da sammeln sich die Fliegen, / wo Kinder sind, da singt man um die Wiegen», sagt der in den volkstümlichen Überlieferungen des 16. Jahrhunderts wohlbefahrene Johann Fischart. In seiner «Geschichtsklitterung» (1557) findet sich ein umfangreiches Verzeichnis alter Spiele. Doch abgesehen von solchen Zitaten führten die Kinderreime mit den Volksliedern und Märchen jahrhundertelang ein Leben weitab von der Literatur. Jede Generation gab sie der nächsten mündlich weiter. Dem 18. Jahrhundert verdanken wir zwar den Beginn einer ausgesprochenen Kinderliteratur, aber die Kinderschriftsteller der Aufklärung wollten vor allem «vernünftig» sein, erbaulich und belehrend. Mit den überlieferten Kinderreimen, ihrer naiven Phantastik und herzhaften Poesie, wußten sie nichts anzufangen. Der Anhang zum dritten Bande von «Des Knaben Wunderhorn», der 1806 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano veröffentlichten großen deutschen Volksliedsammlung, bringt die erste Sammlung deutscher Kinderreime. Einige Jahre später erschienen die «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm: die Romantiker, die sich in- einer Zeit nationaler Wirrnis auf alte nationale Überlieferungen besannen, machten die Volkspoesie literaturfähig. Vor den Romantikern hatte schon Herder, beeindruckt von der 1765 in England erschienenen Volksliedersammlung des Bischofs Thomas Percy, auf den Wert der Volkspoesie hingewiesen und auch auf den mißachteten Kinderreim. «Mein Gott, wie trocken und dürre stellen sich doch manche Leute, die Seele eines Kindes vor!» schreibt er 1773 in seinen Blättern «Von deutscher Art und Kunst» gegen die vernünftelnde und phantasielose Kinderliteratur der Aufklärung. Diese Polemik lebt in August Corrodis begeistertem Vorwort zu Simrocks «deutschem Kinderbuch» wieder auf: «Ich muß oft lachen, wenn ich all das Gebäck durchgehe, das da jährlich aus dem Preßofen gezogen wird, um den jungen Menschlein die Zähnlein und das Mägeli zu verderben. Daß es jeder dieser Pastetenbäcker ganz gut meint, daß geb ich freilich zu. Aber Gott im Himmeli wie ist die Mehrzahl dieser guten Kuchenfabrikanten so selbstbewußt, so tantlich, wie altklug jitzt sie vor ihrem Teig und wie herablassend steckt sie der lieben Jugend das Zeug ins harrende Maul. .. Ah, diese kleinen unverschämten Liebenswürdigen haben eine ganz eigene Logik und ein so streng abgeschlossenes Anschauungs- und Denkreich, daß Fräcke, Brillen und Zöpfe und übrige Kathederapparate ihnen bloß zu Puppenanzügen und Theaterspielen tauglich scheinen. Es ist merkwürdig, wie diese Tatsache so wenig beachtet wird... es wäre recht nett, wenn sich alle, die für die Jugend schreiben, vornehmen würden, nicht gescheidter sein zu wollen als dieses Buch.» «Das deutsche Kinderbuch» von Karl Simrock erschien 1842 und enthielt alles, was bis dahin an Kinderreimen veröffentlicht worden war, vermehrt durch eigene Aufzeichnungen Simrocks. Simrock wollte ein Volksbuch geben und verzichtete daher auf alle Erläuterungen. Zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung machte den Kinderreim erstmalig Ernst Ludwig Rochholz in seiner 1857 veröffentlichten Sammlung «Alemannisches Kinderlied und Kinderspiel». Die im 19. Jahrhundert folgende Flut von örtlich gebundenen Sammlungen und Teiluntersuchungen fleißiger Germanisten, Heimat- und Volkskundler faßte endlich Franz Magnus Böhme 1897 in dem umfangreichen Buch «Deutsches Kinderlied und Kinderspiel» zusammen. Es ist bis heute die wichtigste Veröffentlichung auf dem Gebiet geblieben, da es gründliche Herkunftsnachweise und jeweils die verschiedenen mundartlichen Varianten der einzelnen Kinderreime bringt, dazu noch Lesearten aus anderen germanischen Sprachen. Zum wirklichen Haus- und Volksbuch konnte es damit freilich nicht werden. Genausowenig wie die wissenschaftlich gearbeiteten landschaftlichen Sammlungen unseres Jahrhunderts. Die zahlreichen daneben erschienenen Auswahlbände «zum Gebrauch für die Kinderstube» betonen zumeist das pädagogische Moment und vernachlässigen das poetische. Eine echte zugleich volkstümliche und literarische Tradition hat der Kinderreim in England. In hübschen und billigen Heften wurde er zwischen 1750 und 1850 an jeder Straßenecke feilgeboten. Diese «chap-books» hatten weder pädagogische noch philologische Ambitionen, und sie waren, im Gegensatz zur deutschen Kinderreimliteratur des 19. Jahrhunderts, allesamt bebildert. Hans Magnus Enzensberger hat die alten Holzschnitte der «chap-books» zur Illustration seiner Kindcrreimsammlung «Allerleirauh» (1961) benutzt, mit der er den deutschen Kinderreim aus den volkskundlichen und eng-pädagogischen Begrenzungen befreien und - nach dem Beispiel der «Wunderhorn»-Herausgeber wieder poesiefähig machen wollte.... Verzeichnis der Illustratoren.."Auszüge aus dem Buch Versand D: 5,90 EUR [Deutsche Kinderreime, Kinderreime , singen, musizieren, begleitung, Musik, Tanzen, Berufsstände, Erfolg, Mut, Texte, Verse, spielen, Spaß, Beschäftigung, Gemeinsamkeit, Zusammengehörigkeit], [PU:Verlag Philipp Reclam jun : Leipzig. 1979]

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1979, ISBN: 9783379003667

[ED: Leineneinband ohne OU], [PU: Leipzig], sehr sehr starke gebrauchsspuren,einband fleckig, vor und nachsatz fleckig, buchblock gelockert, insgesamt gebrauchsspurig Das Kind ist noch klein Der Kniereiter Wiegenlieder Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch Allerlei Tiere Frühling, Sommer, Herbst und Winter Zebre bebre bu, und ab bist du Ringelreihen Lernste was, denn kannste was Gicksgacks Ich will euch was erzählen Nachwort ...Kunterbunt ist die Welt, die uns im Kinderreim begegnet, naiv, respektlos und skurril wie in Kinderzeichnungen. Manche der hier versammelten Reime sind sehr alt - das Rätsel vom Vogel federlos, der Baum blattlos und der Frau mundlos beispielsweise ist in lateinischer Übersetzung bereits aus dem 10. Jahrhundert überliefert. Andere wieder entstanden erst in neuerer Zeit. Kinderreime hat es zu allen Zeiten und in allen Ländern gegeben. In der antiken Literatur finden wir sie erwähnt, in der Bibel, und für Deutsch-, land bereits bei den Dichtern des Mittelalters. Wo Honig ist, da sammeln sich die Fliegen, / wo Kinder sind, da singt man um die Wiegen, sagt der in den volkstümlichen Überlieferungen des 16. Jahrhunderts wohlbefahrene Johann Fischart. In seiner Geschichtsklitterung (1557) findet sich ein umfangreiches Verzeichnis alter Spiele. Doch abgesehen von solchen Zitaten führten die Kinderreime mit den Volksliedern und Märchen jahrhundertelang ein Leben weitab von der Literatur. Jede Generation gab sie der nächsten mündlich weiter. Dem 18. Jahrhundert verdanken wir zwar den Beginn einer ausgesprochenen Kinderliteratur, aber die Kinderschriftsteller der Aufklärung wollten vor allem vernünftig sein, erbaulich und belehrend. Mit den überlieferten Kinderreimen, ihrer naiven Phantastik und herzhaften Poesie, wußten sie nichts anzufangen. Der Anhang zum dritten Bande von Des Knaben Wunderhorn, der 1806 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano veröffentlichten großen deutschen Volksliedsammlung, bringt die erste Sammlung deutscher Kinderreime. Einige Jahre später erschienen die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm: die Romantiker, die sich in- einer Zeit nationaler Wirrnis auf alte nationale Überlieferungen besannen, machten die Volkspoesie literaturfähig. Vor den Romantikern hatte schon Herder, beeindruckt von der 1765 in England erschienenen Volksliedersammlung des Bischofs Thomas Percy, auf den Wert der Volkspoesie hingewiesen und auch auf den mißachteten Kinderreim. Mein Gott, wie trocken und dürre stellen sich doch manche Leute, die Seele eines Kindes vor! schreibt er 1773 in seinen Blättern Von deutscher Art und Kunst gegen die vernünftelnde und phantasielose Kinderliteratur der Aufklärung. Diese Polemik lebt in August Corrodis begeistertem Vorwort zu Simrocks deutschem Kinderbuch wieder auf: Ich muß oft lachen, wenn ich all das Gebäck durchgehe, das da jährlich aus dem Preßofen gezogen wird, um den jungen Menschlein die Zähnlein und das Mägeli zu verderben. Daß es jeder dieser Pastetenbäcker ganz gut meint, daß geb ich freilich zu. Aber Gott im Himmeli wie ist die Mehrzahl dieser guten Kuchenfabrikanten so selbstbewußt, so tantlich, wie altklug jitzt sie vor ihrem Teig und wie herablassend steckt sie der lieben Jugend das Zeug ins harrende Maul. .. Ah, diese kleinen unverschämten Liebenswürdigen haben eine ganz eigene Logik und ein so streng abgeschlossenes Anschauungs- und Denkreich, daß Fräcke, Brillen und Zöpfe und übrige Kathederapparate ihnen bloß zu Puppenanzügen und Theaterspielen tauglich scheinen. Es ist merkwürdig, wie diese Tatsache so wenig beachtet wird... es wäre recht nett, wenn sich alle, die für die Jugend schreiben, vornehmen würden, nicht gescheidter sein zu wollen als dieses Buch. Das deutsche Kinderbuch von Karl Simrock erschien 1842 und enthielt alles, was bis dahin an Kinderreimen veröffentlicht worden war, vermehrt durch eigene Aufzeichnungen Simrocks. Simrock wollte ein Volksbuch geben und verzichtete daher auf alle Erläuterungen. Zum Gegenstand wissenschaftlicher Forschung machte den Kinderreim erstmalig Ernst Ludwig Rochholz in seiner 1857 veröffentlichten Sammlung Alemannisches Kinderlied und Kinderspiel. Die im 19. Jahrhundert folgende Flut von örtlich gebundenen Sammlungen und Teiluntersuchungen fleißiger Germanisten, Heimat- und Volkskundler faßte endlich Franz Magnus Böhme 1897 in dem umfangreichen Buch Deutsches Kinderlied und Kinderspiel zusammen. Es ist bis heute die wichtigste Veröffentlichung auf dem Gebiet geblieben, da es gründliche Herkunftsnachweise und jeweils die verschiedenen mundartlichen Varianten der einzelnen Kinderreime bringt, dazu noch Lesearten aus anderen germanischen Sprachen. Zum wirklichen Haus- und Volksbuch konnte es damit freilich nicht werden. Genausowenig wie die wissenschaftlich gearbeiteten landschaftlichen Sammlungen unseres Jahrhunderts. Die zahlreichen daneben erschienenen Auswahlbände zum Gebrauch für die Kinderstube betonen zumeist das pädagogische Moment und vernachlässigen das poetische. Eine echte zugleich volkstümliche und literarische Tradition hat der Kinderreim in England. In hübschen und billigen Heften wurde er zwischen 1750 und 1850 an jeder Straßenecke feilgeboten. Diese chap-books hatten weder pädagogische noch philologische Ambitionen, und sie waren, im Gegensatz zur deutschen Kinderreimliteratur des 19. Jahrhunderts, allesamt bebildert. Hans Magnus Enzensberger hat die alten Holzschnitte der chap-books zur Illustration seiner Kindcrreimsammlung Allerleirauh (1961) benutzt, mit der er den deutschen Kinderreim aus den volkskundlichen und eng-pädagogischen Begrenzungen befreien und - nach dem Beispiel der Wunderhorn-Herausgeber wieder poesiefähig machen wollte.... Verzeichnis der Illustratoren.."Auszüge aus dem Buch, DE, [SC: 1.90], gewerbliches Angebot, 22 cm, 357 Seiten, [GW: 1000g], [PU: Verlag Philipp Reclam jun], 7.Auflage, offene Rechnung, Internationaler Versand

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Ich will euch was erzählen. Deutsche Kinderreime.mit zahlreichen Illustrationen von Kinder im Alter von vier bis 7 Jahren - Gabrisch, Ausgew. v. Anne
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Ich will euch was erzählen. Deutsche Kinderreime.mit zahlreichen Illustrationen von Kinder im Alter von vier bis 7 Jahren - gebunden oder broschiert

1979, ISBN: 3379003662

ID: 15682888234

[EAN: 9783379003667], [SC: 2.3], [PU: Leipzig, Verlag Philipp Reclam jun], DEUTSCHE KINDERREIME, KINDERREIME , SINGEN, MUSIZIEREN, BEGLEITUNG, MUSIK, TANZEN, BERUFSSTÄNDE, ERFOLG, MUT, TEXTE, VERSE, SPIELEN, SPASS, BESCHÄFTIGUNG, GEMEINSAMKEIT, ZUSAMMENGEHÖRIGKEIT, 22 cm 357 Seiten. Leineneinband ohne OU. sehr sehr starke gebrauchsspuren,einband fleckig, vor und nachsatz fleckig, buchblock gelockert, insgesamt gebrauchsspurig. Das Kind ist noch klein Der Kniereiter Wiegenlieder Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch Allerlei Tiere Frühling, Sommer, Herbst und Winter Zebre bebre bu, und ab bist du Ringelreihen Lernste was, denn kannste was Gicksgacks Ich will euch was erzählen Nachwort .Kunterbunt ist die Welt, die uns im Kinderreim begegnet, naiv, respektlos und skurril wie in Kinderzeichnungen. Manche der hier versammelten Reime sind sehr alt - das Rätsel vom Vogel federlos, der Baum blattlos und der Frau mundlos beispielsweise ist in lateinischer Übersetzung bereits aus dem 10. Jahrhundert überliefert. Andere wieder entstanden erst in neuerer Zeit. Kinderreime hat es zu allen Zeiten und in allen Ländern gegeben. In der antiken Literatur finden wir sie erwähnt, in der Bibel, und für Deutsch-, land bereits bei den Dichtern des Mittelalters. «Wo Honig ist, da sammeln sich die Fliegen, / wo Kinder sind, da singt man um die Wiegen», sagt der in den volkstümlichen Überlieferungen des 16. Jahrhunderts wohlbefahrene Johann Fischart. In seiner «Geschichtsklitterung» (1557) findet sich ein umfangreiches Verzeichnis alter Spiele. Doch abgesehen von solchen Zitaten führten die Kinderreime mit den Volksliedern und Märchen jahrhundertelang ein Leben weitab von der Literatur. Jede Generation gab sie der nächsten mündlich weiter. Dem 18. Jahrhundert verdanken wir zwar den Beginn einer ausgesprochenen Kinderliteratur, aber die Kinderschriftsteller der Aufklärung wollten vor allem «vernünftig» sein, erbaulich und belehrend. Mit den überlieferten Kinderreimen, ihrer naiven Phantastik und herzhaften Poesie, wußten sie nichts anzufangen. Der Anhang zum dritten Bande von «Des Knaben Wunderhorn», der 1806 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano veröffentlichten großen deutschen Volksliedsammlung, bringt die erste Sammlung deutscher Kinderreime. Einige Jahre später erschienen die «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm: die Romantiker, die sich in- einer Zeit nationaler Wirrnis auf alte nationale Überlieferungen besannen, machten die Volkspoesie literaturfähig. Vor den Romantikern hatte schon Herder, beeindruckt von der 1765 in England erschienenen Volksliedersammlung des Bischofs Thomas Percy, auf den Wert der Volkspoesie hingewiesen und auch auf den mißachteten Kinderreim. «Mein Gott, wie trocken und dürre stellen sich doch manche Leute, die Seele eines Kindes vor!» schreibt er 1773 in seinen Blättern «Von deutscher Art und Kunst» gegen die vernünftelnde und phantasielose Kinderliteratur der Aufklärung. Diese Polemik lebt in August Corrodis begeistertem Vorwort zu Simrocks «deutschem Kinderbuch» wieder auf: «Ich muß oft lachen, wenn ich all das Gebäck durchgehe, das da jährlich aus dem Preßofen gezogen wird, um den jungen Menschlein die Zähnlein und das Mägeli zu verderben. Daß es jeder dieser Pastetenbäcker ganz gut meint, daß geb ich freilich zu. Aber Gott im Himmeli wie ist die Mehrzahl dieser guten Kuchenfabrikanten so selbstbewußt, so tantlich, wie altklug jitzt sie vor ihrem Teig und wie herablassend steckt sie der lieben Jugend das Zeug ins harrende Maul. . Ah, diese kleinen unverschämten Liebenswürdigen haben eine ganz eigene Logik und ein so streng abgeschlossenes Anschauungs- und Denkreich, daß Fräcke, Brillen und Zöpfe und übrige Kathederapparate ihnen bloß zu Puppenanzügen und Theaterspielen tauglich scheinen. Es ist merkwürdig, wie diese Tatsache so wenig beachtet wird. es wäre recht nett, wenn sich alle, die für die Jugend schreiben, vornehmen würden, nicht gescheidter sein zu wollen als dieses Buch.» «Das deutsche Kinderbuch» von Karl Simrock erschien 1842 und enthielt alles, was bis dahin an Kinderreimen veröffentlicht worden war, vermehrt durch eigene Aufzeichnungen Simrocks. Simrock wollte ein Volksbuch geben und verzichtete daher auf alle Erläuterungen. Zum . 1100 Gramm.

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1979, ISBN: 3379003662

ID: 15682888234

[EAN: 9783379003667], [PU: Leipzig, Verlag Philipp Reclam jun], DEUTSCHE KINDERREIME, KINDERREIME , SINGEN, MUSIZIEREN, BEGLEITUNG, MUSIK, TANZEN, BERUFSSTÄNDE, ERFOLG, MUT, TEXTE, VERSE, SPIELEN, SPASS, BESCHÄFTIGUNG, GEMEINSAMKEIT, ZUSAMMENGEHÖRIGKEIT, 22 cm 357 Seiten. Leineneinband ohne OU. sehr sehr starke gebrauchsspuren,einband fleckig, vor und nachsatz fleckig, buchblock gelockert, insgesamt gebrauchsspurig. Das Kind ist noch klein Der Kniereiter Wiegenlieder Hurtig, Kinder, kommt zu Tisch Allerlei Tiere Frühling, Sommer, Herbst und Winter Zebre bebre bu, und ab bist du Ringelreihen Lernste was, denn kannste was Gicksgacks Ich will euch was erzählen Nachwort .Kunterbunt ist die Welt, die uns im Kinderreim begegnet, naiv, respektlos und skurril wie in Kinderzeichnungen. Manche der hier versammelten Reime sind sehr alt - das Rätsel vom Vogel federlos, der Baum blattlos und der Frau mundlos beispielsweise ist in lateinischer Übersetzung bereits aus dem 10. Jahrhundert überliefert. Andere wieder entstanden erst in neuerer Zeit. Kinderreime hat es zu allen Zeiten und in allen Ländern gegeben. In der antiken Literatur finden wir sie erwähnt, in der Bibel, und für Deutsch-, land bereits bei den Dichtern des Mittelalters. «Wo Honig ist, da sammeln sich die Fliegen, / wo Kinder sind, da singt man um die Wiegen», sagt der in den volkstümlichen Überlieferungen des 16. Jahrhunderts wohlbefahrene Johann Fischart. In seiner «Geschichtsklitterung» (1557) findet sich ein umfangreiches Verzeichnis alter Spiele. Doch abgesehen von solchen Zitaten führten die Kinderreime mit den Volksliedern und Märchen jahrhundertelang ein Leben weitab von der Literatur. Jede Generation gab sie der nächsten mündlich weiter. Dem 18. Jahrhundert verdanken wir zwar den Beginn einer ausgesprochenen Kinderliteratur, aber die Kinderschriftsteller der Aufklärung wollten vor allem «vernünftig» sein, erbaulich und belehrend. Mit den überlieferten Kinderreimen, ihrer naiven Phantastik und herzhaften Poesie, wußten sie nichts anzufangen. Der Anhang zum dritten Bande von «Des Knaben Wunderhorn», der 1806 bis 1808 von Achim von Arnim und Clemens Brentano veröffentlichten großen deutschen Volksliedsammlung, bringt die erste Sammlung deutscher Kinderreime. Einige Jahre später erschienen die «Kinder- und Hausmärchen» der Brüder Grimm: die Romantiker, die sich in- einer Zeit nationaler Wirrnis auf alte nationale Überlieferungen besannen, machten die Volkspoesie literaturfähig. Vor den Romantikern hatte schon Herder, beeindruckt von der 1765 in England erschienenen Volksliedersammlung des Bischofs Thomas Percy, auf den Wert der Volkspoesie hingewiesen und auch auf den mißachteten Kinderreim. «Mein Gott, wie trocken und dürre stellen sich doch manche Leute, die Seele eines Kindes vor!» schreibt er 1773 in seinen Blättern «Von deutscher Art und Kunst» gegen die vernünftelnde und phantasielose Kinderliteratur der Aufklärung. Diese Polemik lebt in August Corrodis begeistertem Vorwort zu Simrocks «deutschem Kinderbuch» wieder auf: «Ich muß oft lachen, wenn ich all das Gebäck durchgehe, das da jährlich aus dem Preßofen gezogen wird, um den jungen Menschlein die Zähnlein und das Mägeli zu verderben. Daß es jeder dieser Pastetenbäcker ganz gut meint, daß geb ich freilich zu. Aber Gott im Himmeli wie ist die Mehrzahl dieser guten Kuchenfabrikanten so selbstbewußt, so tantlich, wie altklug jitzt sie vor ihrem Teig und wie herablassend steckt sie der lieben Jugend das Zeug ins harrende Maul. . Ah, diese kleinen unverschämten Liebenswürdigen haben eine ganz eigene Logik und ein so streng abgeschlossenes Anschauungs- und Denkreich, daß Fräcke, Brillen und Zöpfe und übrige Kathederapparate ihnen bloß zu Puppenanzügen und Theaterspielen tauglich scheinen. Es ist merkwürdig, wie diese Tatsache so wenig beachtet wird. es wäre recht nett, wenn sich alle, die für die Jugend schreiben, vornehmen würden, nicht gescheidter sein zu wollen als dieses Buch.» «Das deutsche Kinderbuch» von Karl Simrock erschien 1842 und enthielt alles, was bis dahin an Kinderreimen veröffentlicht worden war, vermehrt durch eigene Aufzeichnungen Simrocks. Simrock wollte ein Volksbuch geben und verzichtete daher auf alle Erläuterungen. Zum . 1100 Gramm.

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Ich will euch was erzählen ... / Deutsche Kinderreime - ausgewählt von Anne Gabrisch
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ausgewählt von Anne Gabrisch:
Ich will euch was erzählen ... / Deutsche Kinderreime - gebrauchtes Buch

1988, ISBN: 9783379003667

[ED: Halbleinen], [PU: Verlag Philipp Reclam jr.], Inhalt: Das Kind ist noch klein / Der Kniereiter / Wiegenlieder /Hurtig, Kinder kommt zu Tisch / Allerlei Tiere / Frühling, Sommer, Herbst und Winter / Zebre bebre bu ... / Ringelreihen / Lernste was, dann kannste was / Gicksgacks / Ich will euch was erzählen. Illustriert, DE, [SC: 3.00], leichte Gebrauchsspuren, privates Angebot, 25x18x3 cm, 360, [GW: 900g], [PU: Leipzig], 8. Auflage, Banküberweisung, Internationaler Versand

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Details zum Buch

Detailangaben zum Buch - Ich will euch was erzählen... Deutsche Kinderreime.mit zahlreichen Illustrationen von Kinder im Alter von vier bis 7 Jahren


EAN (ISBN-13): 9783379003667
ISBN (ISBN-10): 3379003662
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsjahr: 1979
Herausgeber: Verlag Philipp Reclam jun : Leipzig. 1979

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Buch zuletzt gefunden am 09.09.2018 16:01:59
ISBN/EAN: 3379003662

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-379-00366-2, 978-3-379-00366-7


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