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Schlüsselmotive der realistischen Kinderliteratur nach 2000: Familie, Geschlechterrollen und Peergroup - Sabine Hildebrand
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Sabine Hildebrand:
Schlüsselmotive der realistischen Kinderliteratur nach 2000: Familie, Geschlechterrollen und Peergroup - neues Buch

2000, ISBN: 9783638070904

ID: 689104914

Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen Grundverständnisses, welches im Zuge einer sich parallel zur Frauenemanzipation vollziehenden Emanzipation des Kindes entsteht , erfährt die Kinder- und Jugendliteratur in den 70er Jahren eine deutliche Aufwertung. War es zuvor zentrales Anliegen der KinderbuchautorInnen, Kindheit in einem Freiraum fernab sozialer Lebenswirklichkeit abzubilden und kindliche Autonomiebestrebungen ausserhalb dieser darzustellen, geht es nun vorrangig um eine literarische Vergegenwärtigung eines absolut gleichberechtigten Kindheitsverständnisses. Nach dieser neuen Kindheitsauffassung sollen Heranwachsende zunehmend in den Erwachsenenalltag integriert werden. Die primäre Intention der Kinderliteratur unterscheidet sich nun insofern von der der bis dato verbreiteten kindertümlichen Literatur, als letztere sich zwar ebenso für die Rechte Heranwachsender aussprach, diese aber ausschliesslich in einem Erfahrungsraum ausserhalb der Gesellschaft realisiert wurden. Hierbei handelte es sich vorrangig z.B. um das Recht auf Unbeschwertheit, Naivität oder darauf,an das Wunderbare zu glauben ; um andere Rechte also, als diejenigen, welche im ,realen sozialen Kontext der Erwachsenenwelt von primärer Relevanz sind. Im Kontrast dazu begreift die Kinderliteratur nach 1970 Kinder zunehmend als vollkommen gleichgestellte Individuen und sieht gerade im Zusammenleben mit den Erwachsenen ausserhalb eines solchen Schonraumes die zu bewältigende Herausforderung für Kinder. Sie gewährt ihnen diese speziellen Rechte somit nicht, wie bisher, lediglich innerhalb einer isolierten, rein kindlichen Welt, sondern gesteht ihnen fortan exakt dieselben Rechte wie Erwachsenen in einem identischen sozialen Kontext zu . Hans-Heino Ewers spricht in diesem Zusammenhang von einer Liquidierung des Standes der Kindheit als einer Gegenwelt. Im Fokus der Kinderliteratur stehen nunmehr dieselben gesellschaftlichen Themen, welche auch die Erwachsenenliteratur behandelt, wobei auf eine allgemeine Kindgemässheit verzichtet wird. Die Kinderliteratur soll fortan einen unbeschönigten Wirklichkeitsbezug aufweisen und erhebt den Anspruch, Alltagsprobleme in ebenso kritischer Weise wie die Erwachsenenliteratur zu beleuchten. So führt die Kinderliteratur der 70er Jahre ihren kindlichen LeserInnen laut Isa Schikorsky auch die dunklen Seiten des Alltags in Familie und Gesellschaft vor.[...] Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen ... eBooks > Fachbücher > Sprach- & Literaturwissenschaft PDF 30.06.2008 eBook, GRIN, .200

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2000, ISBN: 9783638070904

ID: 708765755

Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen Grundverständnisses, welches im Zuge einer sich parallel zur Frauenemanzipation vollziehenden Emanzipation des Kindes entsteht , erfährt die Kinder- und Jugendliteratur in den 70er Jahren eine deutliche Aufwertung. War es zuvor zentrales Anliegen der KinderbuchautorInnen, Kindheit in einem Freiraum fernab sozialer Lebenswirklichkeit abzubilden und kindliche Autonomiebestrebungen ausserhalb dieser darzustellen, geht es nun vorrangig um eine literarische Vergegenwärtigung eines absolut gleichberechtigten Kindheitsverständnisses. Nach dieser neuen Kindheitsauffassung sollen Heranwachsende zunehmend in den Erwachsenenalltag integriert werden. Die primäre Intention der Kinderliteratur unterscheidet sich nun insofern von der der bis dato verbreiteten kindertümlichen Literatur, als letztere sich zwar ebenso für die Rechte Heranwachsender aussprach, diese aber ausschliesslich in einem Erfahrungsraum ausserhalb der Gesellschaft realisiert wurden. Hierbei handelte es sich vorrangig z.B. um das Recht auf Unbeschwertheit, Naivität oder darauf,an das Wunderbare zu glauben ; um andere Rechte also, als diejenigen, welche im ,realen sozialen Kontext der Erwachsenenwelt von primärer Relevanz sind. Im Kontrast dazu begreift die Kinderliteratur nach 1970 Kinder zunehmend als vollkommen gleichgestellte Individuen und sieht gerade im Zusammenleben mit den Erwachsenen ausserhalb eines solchen Schonraumes die zu bewältigende Herausforderung für Kinder. Sie gewährt ihnen diese speziellen Rechte somit nicht, wie bisher, lediglich innerhalb einer isolierten, rein kindlichen Welt, sondern gesteht ihnen fortan exakt dieselben Rechte wie Erwachsenen in einem identischen sozialen Kontext zu . Hans-Heino Ewers spricht in diesem Zusammenhang von einer Liquidierung des Standes der Kindheit als einer Gegenwelt. Im Fokus der Kinderliteratur stehen nunmehr dieselben gesellschaftlichen Themen, welche auch die Erwachsenenliteratur behandelt, wobei auf eine allgemeine Kindgemässheit verzichtet wird. Die Kinderliteratur soll fortan einen unbeschönigten Wirklichkeitsbezug aufweisen und erhebt den Anspruch, Alltagsprobleme in ebenso kritischer Weise wie die Erwachsenenliteratur zu beleuchten. So führt die Kinderliteratur der 70er Jahre ihren kindlichen LeserInnen laut Isa Schikorsky auch die dunklen Seiten des Alltags in Familie und Gesellschaft vor.[...] Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen ... eBook PDF 30.06.2008 eBooks>Fachbücher>Sprach- & Literaturwissenschaft, GRIN, .200

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6, ISBN: 9783638070904

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Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen Grundverständnisses, welches im Zuge einer sich parallel zur Frauenemanzipation vollziehenden Emanzipation des Kindes entsteht, erfährt die Kinder- und Jugendlit Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (Institut für Jugendbuchforschung), 69 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einhergehend mit dem von der 68er Bewegung hervorgebrachten Wandel des pädagogischen Grundverständnisses, welches im Zuge einer sich parallel zur Frauenemanzipation vollziehenden Emanzipation des Kindes entsteht, erfährt die Kinder- und Jugendliteratur in den 70er Jahren eine deutliche Aufwertung. War es zuvor zentrales Anliegen der KinderbuchautorInnen, Kindheit in einem Freiraum fernab sozialer Lebenswirklichkeit abzubilden und kindliche Autonomiebestrebungen auBerhalb dieser darzustellen, geht es nun vorrangig um eine literarische Vergegenwärtigung eines absolut gleichberechtigten Kindheitsverständnisses. Nach dieser neuen Kindheitsauffassung sollen Heranwachsende zunehmend in den Erwachsenenalltag integriert werden. Die primäre Intention der Kinderliteratur unterscheidet sich nun insofern von der der bis dato verbreiteten 'kindertümlichen' Literatur, als letztere sich zwar ebenso für die Rechte Heranwachsender aussprach, diese aber ausschlieBlich in einem Erfahrungsraum auBerhalb der Gesellschaft realisiert wurden. Hierbei handelte es sich vorrangig z.B. um das Recht auf 'Unbeschwertheit', 'Naivität' oder darauf,'an das Wunderbare zu glauben' ; um andere Rechte also, als diejenigen, welche im, realen' sozialen Kontext der Erwachsenenwelt von primärer Relevanz sind. Im Kontrast dazu begreift die Kinderliteratur nach 1970 Kinder zunehmend als vollkommen gleichgestellte Individuen und sieht gerade im 'Zusammenleben mit den Erwachsenen' auBerhalb eines solchen Schonraumes die zu bewältigende Herausforderung für Kinder. Sie gewährt ihnen diese speziellen Rechte somit nicht, wie bisher, lediglich innerhalb einer isolierten, rein kindlichen Welt, sondern gesteht ihnen fortan exakt dieselben Rechte wie Erwachsenen in ein German, European, Schlüsselmotive der realistischen Kinderliteratur nach 2000: Familie, Geschlechterrollen und Peergroup~~ Sabine Hildebrand~~German~~European~~9783638070904, de, Schlüsselmotive der realistischen Kinderliteratur nach 2000: Familie, Geschlechterrollen und Peergroup, Sabine Hildebrand, 9783638070904, GRIN Verlag, 06/30/2008, , , , GRIN Verlag, 06/30/2008

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Detailangaben zum Buch - Schlüsselmotive der realistischen Kinderliteratur nach 2000: Familie, Geschlechterrollen und Peergroup


EAN (ISBN-13): 9783638070904
ISBN (ISBN-10): 3638070905
Erscheinungsjahr: 2000
Herausgeber: GRIN Verlag
Sprache: ger

Buch in der Datenbank seit 26.09.2008 18:00:00
Buch zuletzt gefunden am 25.07.2018 14:07:09
ISBN/EAN: 3638070905

ISBN - alternative Schreibweisen:
3-638-07090-5, 978-3-638-07090-4


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