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Unternehmensführung in Inflationsländern - Benjamin Kreuzer
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Benjamin Kreuzer:
Unternehmensführung in Inflationsländern - neues Buch

2003, ISBN: 9783832483753

ID: 9783832483753

Inhaltsangabe:Problemstellung: Inflation ist ein bedeutsames volkswirtschaftliches Phänomen, welches von den Wirtschaftssubjekten in der Regel unterschiedlich stark wahrgenommen wird. Obwohl oder gerade weil die Wirtschaftssubjekte eine Inflation unterschiedlich beurteilen und wahrnehmen, ergeben sich aus diesem Zusammenhang beträchtliche Konsequenzen. Diese Konsequenzen können abhängig vom betrachteten Wirtschaftssubjekt allerdings voneinander abweichen. Haushalte nehmen eine Inflation in der Regel als etwas Negatives wahr die Kaufkraft scheint in der Höhe der Inflationsrate zu schwinden ,ohne dass etwas dagegen getan werden könnte oder ein Ausgleich diesen Verlust kompensiert. Bei Unternehmen kann es zu Beeinträchtigungen des Rechnungswesens führen und es müssen Wege gefunden werden, um betriebswirtschaftliche Abläufe und Größen auch bei Inflation planen und kontrollieren zu können. Beachtet werden muss allerdings, dass Inflation eine Erscheinung ist, die sich an keinen geregelten Ablauf hält sie kann je nach Ursache und der Reaktion der Wirtschaftssubjekte sehr unterschiedlich ausfallen. Tangierte Wirtschaftssubjekte sind beispielsweise Unternehmen, die in Inflationsländern ¿heimisch¿ sind und so den Konsequenzen einer Inflation ausgesetzt sind. Weiterhin kann die Inflation Unternehmen betreffen, welche vermehrt international aktiv sind und in verschiedenen Ländern der Welt die makroökonomischen Gegebenheiten als externe, nicht zu beeinflussende Variablen, hinnehmen müssen. Ein solches Unternehmen ist beispielsweise die Daimler-Chrysler AG, welche im Jahr 2003 insgesamt 93 Produktionsstätten in 17 Ländern betrieb. Ursache für die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen ist unter anderem die Mitte des 20ten Jahrhunderts verstärkt begonnene wirtschaftliche Liberalisierung. Ausgangspunkt dieser Entwicklung waren die von den britischen Nationalökonomen Adam Smith (1723- 1790) und David Ricardo (1772 ¿1823) systematisch entwickelten Theorien des Wirtschaftsliberalismus, der Arbeitsteilung und des Freihandels, mit welchen der Protektionismus auch größtenteils in der Praxis überwunden werden konnten. Einen besonderen Anteil an dieser Entwicklung, welche seit den 1990er Jahren vermehrt mit dem Schlagwort ¿Globalisierung¿ versehen wird, hatten die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen und Abkommen. 1944 wurden in Bretton Woods (New Hampshire, USA) der internationale Währungsfond und die Weltbank geschaffen ersterer soll den Welthandel und die internationalen Währungsbeziehungen stabilisieren. Die Weltbank hingegen ist eine internationale Institution zur multilateralen Entwicklungshilfe, deren Hauptaufgabe die Vergabe von Krediten an Entwicklungsländer ist. Des Weiteren wurde im Jahre 1948 das ¿Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen¿ (GATT ¿ General Agreement on Tariffs and Trade) in Kraft gesetzt, in dessen Rahmen in acht Zollsenkungsrunden die mengenmäßigen Handelsbeschränkungen weitgehend, die tarifären Handelshemmnisse zu wesentlichen Teilen beseitigt wurden. Nachfolgerin der GATT wurde 1995 die WTO (World Trade Organisation) welche nicht mehr ausschließlich den Handel mit Gütern regelt, sondern nun auch Dienstleistungen, Urheberrechte und Regelungen zu Direktinvestitionen in multilaterale Abkommen fasst. Im Zuge dieser Entwicklungen hat die Bedeutung von Unternehmen, die nicht nur im Außenhandel tätig sind, sondern auch jenseits ihrer nationalen Grenzen Waren produzieren und Dienstleistungen erbringen, stark zugenommen. Die Zahl solcher Unternehmen, die man als multinationale oder auch transnationale Unternehmen bezeichnet, ist seit 1990 erheblich angestiegen waren es damals noch circa 7000, so existieren mittlerweile bereits etwa 65.000 Muttergesellschaften und 850.000 dazugehörige Tochtergesellschaften. Auch wenn ab dem Jahr 2001 in den meisten hier betrachteten Ländern ein Rückgang der FDIs zu verzeichnen ist, so erreichen die weltweiten FDIs im Jahr 2002 noch den ca. 2,6fachen Wert des Durchschnittsniveaus der Jahre 1991-1996. Direktinvestitionen beschränken sich aber nicht nur auf Länder oder wirtschaftliche Integrationszonen, in denen durch politische Entwicklungen oder Institutionen die Inflationsrate erfolgreich auf einem akzeptablen (siehe dazu Fußnote Nr. 13) Niveau gehalten werden kann. Eine solche Integrationszone, ist die Europäische Union, welche durch den in Maastricht geschlossenen Vertrag am 01.11.1993 in Kraft trat. Der Maastrichter Vertrag der Europäische Union umfasste u.a. einen dreistufigen Übergang zu einer Wirtschafts- und Währungsunion bis spätestens 1999 für alle Länder, welche die festgesetzten strengen Beitrittskriterien erfüllen konnten. Innerhalb dieser Wirtschafts- und Währungsunion soll von der Europäischen Zentralbank (EZB) die Stabilität des ¿ gesichert werden. Die Steigerung des Preisniveaus überstieg die von der EZB gesetzte Grenze von 2% in den letzten drei Jahren nur minimal insofern kann die Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Union als ein Gebiet relativer Preisstabilität bezeichnet werden. Da aber Unternehmen im Zuge der Internationalisierung auch in Ländern mit hohen Inflationsraten investieren, ist auch die Unternehmensführung in Ländern mit hohen Inflationsraten durchaus ein aktuelles betriebswirtschaftliches Problem. Natürlich ergeben sich inflationsbehaftete Problemstellungen nicht ausschließlich aus der dargelegten Internationalisierung von Unternehmen eine Inflation stellt auch Herausforderungen an Unternehmen, welche ausschließlich in ihren jeweiligen Heimatländern tätig sind. Inflationsraten in dieser Größenordnung könnten auf den ersten Blick im Vergleich zu höheren historischen Preissteigerungsraten als vernachlässigbar erscheinen. Jedoch sind diese insbesondere bei der langfristigen Betrachtung von erheblicher Bedeutung. Das Preisniveau bei einer jährlichen Inflationsrate von 5% hat sich nach 15 Jahren bereits mehr als verdoppelt. Bei Raten von 10% etwa geschieht dies schon nach 8 Jahren. Diese Inflationswirkungen beeinflussen, wie noch im Abschnitt A.3.2. dargestellt wird, sowohl die betriebliche Kostenrechnung als auch die Erfolgsrechnung und sollte aus diesem Grund von Unternehmen entsprechend berücksichtigt werden. Diese Überlegung impliziert, dass nicht nur Unternehmen, welche ausschließlich in Regionen oder Ländern mit hohen Preissteigerungsraten tätig sind, Inflation bei der Unternehmensführung berücksichtigen sollten. Da Inflation wie angedeutet eine Erscheinung ist, welche nicht nur in Ländern mit hohen Preissteigerungsraten (für aktuelle europäische Maßstäbe) Konsequenzen nach sich zieht, ist die vorliegende Arbeit daher allgemein für Unternehmen relevant, die sich bewusst mit dem Inflationsphänomen auseinandersetzen. Zunächst werden im weiteren Verlauf dieser Ausarbeitung die wichtigsten theoretischen Grundlagen zum Inflationsphänomen erläutert. Anschließend wird dargestellt, wie sich eine Inflation auf Volkswirtschaften und Unternehmen auswirkt, um dann einige Ansätze zur inflationsgerechten Unternehmensführung zu liefern. Im empirischen Teil wird dann der Jahresabschluss des Jahres 2002 der Karstadt Quelle AG extern im Hinblick auf Inflationskomponenten untersucht. Inhaltsverzeichnis: ABBILDUNGSVERZEICHNISVI ABKÜRZUNGSVERZEICHNISVIII ATheoretischer Teil.1 1.Einführung1 1.1Problemstellung1 1.2Begriffserklärung ¿Inflation¿ und Inflationsarten5 2.Theoretische Aspekte der Inflation11 2.1Messung der Inflation Preisindizes und deren Charakteristika11 2.2Ursachen einer Inflation16 2.2.1Monetäre Inflationstheorie16 2.2.2Nicht monetäre Inflationstheorie / Realwirtschaftlich induzierte Inflation21 2.2.2.1Nachfrageinduzierte Inflation22 2.2.2.2Angebotsinduzierte Inflation24 3.Inflationswirkungen / Konsequenzen der Inflation26 3.1Volkswirtschaftliche Sicht der Inflation26 3.1.1Allokation, Wachstum und Verteilung26 3.1.2Relative Kaufkraftparitäten-Theorie30 3.1.3Fisher-Effekt32 3.1.4Internationaler Fisher-Effekt33 3.2Konsequenzen der Inflation für das Unternehmen35 3.2.1Betriebswirtschaftliche Bedeutung der Inflation35 3.2.2Rechnungslegung bei Inflation37 3.2.2.1Kapital / Substanzerhaltung des Unternehmens38 3.2.2.2Verschiedene Ansätze zur Substanzerhaltung39 3.2.2.3Scheingewinne in der Bilanz42 3.2.3Kostenrechnung bei Inflation46 3.2.3.1Preiskalkulation bei Inflation48 3.2.3.2Vertragsabschluss bei Inflation51 3.2.3.3Möglichkeiten zur Abstimmung der Kostenrechnung auf eine Inflation53 3.2.3.4Aussagekraft der betrieblichen Kostenrechnung57 4.Berücksichtigung der Inflation bei der Unternehmensführung60 4.1Erfassung und Kontrolle von Inflation60 4.2Planung und Einbeziehung von Inflation in Entscheidungsprozesse64 BEmpirischer Teil70 1.Einführung70 2.Darstellung des Karstadt Quelle Konzerns72 2.1Historische Entwicklung der Karstadt Quelle AG72 2.2Rechtliche Grundlagen und Konsolidierungskreis72 2.3Segmente und Umsatzstruktur der Karstadt Quelle AG72 2.4Risikoberichterstattung der Karstadt Quelle AG/Berücksichtigung von Inflation im Jahresabschluss74 3.Erläuterungen zur Durchführung der Deflationierung75 3.1Einführung75 3.2Erläuterung der Tabellen76 3.2.1Stammblatt76 3.2.2Konzernumsatz78 3.2.3Wareneinsatz78 3.2.4Andere aktivierte Eigenleistungen78 3.2.5Betriebliche Erträge und Aufwendungen78 3.2.6Personalaufwand78 3.2.7Sonstige Steuern79 3.2.8Beteiligungsergebnis79 3.2.9Abschreibungen79 3.2.10Konzernsabschluss80 4.Ergebnisse der durchgeführten Deflationierung81 4.1Einführung81 4.2Darstellung der Ergebnisse82 4.2.1Konzernumsatz82 4.2.2Wareneinsatz82 4.2.3Andere aktivierte Eigenleistungen83 4.2.4Betriebliche Erträge und Aufwendungen83 4.2.5Personalaufwand84 4.2.6Abschreibungen84 4.2.7Konzernabschluss85 5.Gesamtergebnis der durchgeführten Deflationierung87 CFazit89 QUELLENVERZEICHNIS91 EIDESSTATTLICHE VERSICHERUNG95 Unternehmensführung in Inflationsländern: Inhaltsangabe:Problemstellung: Inflation ist ein bedeutsames volkswirtschaftliches Phänomen, welches von den Wirtschaftssubjekten in der Regel unterschiedlich stark wahrgenommen wird. Obwohl oder gerade weil die Wirtschaftssubjekte eine Inflation unterschiedlich beurteilen und wahrnehmen, ergeben sich aus diesem Zusammenhang beträchtliche Konsequenzen. Diese Konsequenzen können abhängig vom betrachteten Wirtschaftssubjekt allerdings voneinander abweichen. Haushalte nehmen eine Inflation in der Regel als etwas Negatives wahr die Kaufkraft scheint in der Höhe der Inflationsrate zu schwinden ,ohne dass etwas dagegen getan werden könnte oder ein Ausgleich diesen Verlust kompensiert. Bei Unternehmen kann es zu Beeinträchtigungen des Rechnungswesens führen und es müssen Wege gefunden werden, um betriebswirtschaftliche Abläufe und Größen auch bei Inflation planen und kontrollieren zu können. Beachtet werden muss allerdings, dass Inflation eine Erscheinung ist, die sich an keinen geregelten Ablauf hält sie kann je nach Ursache und der Reaktion der Wirtschaftssubjekte sehr unterschiedlich ausfallen. Tangierte Wirtschaftssubjekte sind beispielsweise Unternehmen, die in Inflationsländern ¿heimisch¿ sind und so den Konsequenzen einer Inflation ausgesetzt sind. Weiterhin kann die Inflation Unternehmen betreffen, welche vermehrt international aktiv sind und in verschiedenen Ländern der Welt die makroökonomischen Gegebenheiten als externe, nicht zu beeinflussende Variablen, hinnehmen müssen. Ein solches Unternehmen ist beispielsweise die Daimler-Chrysler AG, welche im Jahr 2003 insgesamt 93 Produktionsstätten in 17 Ländern betrieb. Ursache für die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen ist unter anderem die Mitte des 20ten Jahrhunderts verstärkt begonnene wirtschaftliche Liberalisierung. Ausgangspunkt dieser Entwicklung waren die von den britischen Nationalökonomen Adam Smith (1723- 1790) und David Ricardo (1772 ¿1823) systematisch entwickelten Theorien des Wirtschaftsliberalismus, der Arbeitsteilung und des Freihandels, mit welchen der Protektionismus auch größtenteils in der Praxis überwunden werden konnten. Einen besonderen Anteil an dieser Entwicklung, welche seit den 1990er Jahren vermehrt mit dem Schlagwort ¿Globalisierung¿ versehen wird, hatten die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen und Abkommen. 1944 wurden in Bretton Woods (New Hampshire, USA) der internationale Währungsfond und die Weltbank geschaffen ersterer soll den Welthandel und die internationalen Währungsbeziehungen stabilisieren. Die Weltbank hingegen ist eine internationale Institution zur multilateralen Entwicklungshilfe, deren Hauptaufgabe die Vergabe von Krediten an Entwicklungsländer ist. Des Weiteren wurde im Jahre 1948 das ¿Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen¿ (GATT ¿ General Agreement on Tariffs and Trade) in Kraft gesetzt, in dessen Rahmen in acht Zollsenkungsrunden die mengenmäßigen Handelsbeschränkungen weitgehend, die tarifären Handelshemmnisse zu wesentlichen Teilen beseitigt wurden. Nachfolgerin der GATT wurde 1995 die WTO (World Trade Organisation) welche nicht mehr ausschließlich den Handel mit Gütern regelt, sondern nun auch Dienstleistungen, Urheberrechte und Regelungen zu Direktinvestitionen in multilaterale Abkommen fasst. Im Zuge dieser Entwicklungen hat die Bedeutung von Unternehmen, die nicht nur im Außenhandel tätig sind, sondern auch jenseits ihrer nationalen Grenzen Waren produzieren und Dienstleistungen erbringen, stark zugenommen. Die Zahl solcher Unternehmen, die man als multinationale oder auch transnationale Unternehmen bezeichnet, ist seit 1990 erheblich angestiegen waren es damals noch circa 7000, so existieren mittlerweile bereits etwa 65.000 Muttergesellschaften und 850.000 dazugehörige Tochtergesellschaften. Auch wenn ab dem Jahr 2001 in den meisten hier betrachteten Ländern ein Rückgang der FDIs zu verzeichnen ist, so erreichen die weltweiten FDIs im Jahr 2002 noch den ca. 2,6fachen Wert des Durchschnittsniveaus der Jahre 1991-1996. Direktinvestitionen beschränken sich aber nicht nur auf Länder oder wirtschaftliche Integrationszonen, in denen durch politische Entwicklungen oder Institutionen die Inflationsrate erfolgreich auf einem akzeptablen (siehe dazu Fußnote Nr. 13) Niveau gehalten werden kann. Eine solche Integrationszone, ist die Europäische Union, welche durch den in Maastricht geschlossenen Vertrag am 01.11.1993 in Kraft trat. Der Maastrichter Vertrag der Europäische Union umfasste u.a. einen dreistufigen Übergang zu einer Wirtschafts- und Währungsunion bis spätestens 1999 für alle Länder, welche die festgesetzten strengen Beitrittskriterien erfüllen konnten. Innerhalb dies, Diplomica Verlag

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2004, ISBN: 9783832483753

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Inhaltsangabe:Problemstellung: Inflation ist ein bedeutsames volkswirtschaftliches Phänomen, welches von den Wirtschaftssubjekten in der Regel unterschiedlich stark wahrgenommen wird. Obwohl oder gerade weil die Wirtschaftssubjekte eine Inflation unterschiedlich beurteilen und wahrnehmen, ergeben sich aus diesem Zusammenhang beträchtliche Konsequenzen. Diese Konsequenzen können abhängig vom betrachteten Wirtschaftssubjekt allerdings voneinander abweichen. Haushalte nehmen eine Inflation in der Regel als etwas Negatives wahr; die Kaufkraft scheint in der Höhe der Inflationsrate zu schwinden ,ohne dass etwas dagegen getan werden könnte oder ein Ausgleich diesen Verlust kompensiert. Bei Unternehmen kann es zu Beeinträchtigungen des Rechnungswesens führen und es müssen Wege gefunden werden, um betriebswirtschaftliche Abläufe und Grössen auch bei Inflation planen und kontrollieren zu können. Beachtet werden muss allerdings, dass Inflation eine Erscheinung ist, die sich an keinen geregelten Ablauf hält; sie kann je nach Ursache und der Reaktion der Wirtschaftssubjekte sehr unterschiedlich ausfallen. Tangierte Wirtschaftssubjekte sind beispielsweise Unternehmen, die in Inflationsländern heimisch sind und so den Konsequenzen einer Inflation ausgesetzt sind. Weiterhin kann die Inflation Unternehmen betreffen, welche vermehrt international aktiv sind und in verschiedenen Ländern der Welt die makroökonomischen Gegebenheiten als externe, nicht zu beeinflussende Variablen, hinnehmen müssen. Ein solches Unternehmen ist beispielsweise die Daimler-Chrysler AG, welche im Jahr 2003 insgesamt 93 Produktionsstätten in 17 Ländern betrieb. Ursache für die zunehmende Internationalisierung von Unternehmen ist unter anderem die Mitte des 20ten Jahrhunderts verstärkt begonnene wirtschaftliche Liberalisierung. Ausgangspunkt dieser Entwicklung waren die von den britischen Nationalökonomen Adam Smith (1723- 1790) und David Ricardo (1772 1823) systematisch entwickelten Theorien des Wirtschaftsliberalismus, der Arbeitsteilung und des Freihandels, mit welchen der Protektionismus auch grösstenteils in der Praxis überwunden werden konnten. Einen besonderen Anteil an dieser Entwicklung, welche seit den 1990er Jahren vermehrt mit dem Schlagwort Globalisierung versehen wird, hatten die nach dem zweiten Weltkrieg geschaffenen Institutionen und Abkommen. 1944 wurden in Bretton Woods (New Hampshire, USA) der internationale Währungsfond und die Weltbank geschaffen; ersterer soll [] Inhaltsangabe:Problemstellung: Inflation ist ein bedeutsames volkswirtschaftliches Phänomen, welches von den Wirtschaftssubjekten in der Regel unterschiedlich stark wahrgenommen wird. Obwohl oder gerade weil die Wirtschaftssubjekte eine Inflation unterschiedlich beurteilen und wahrnehmen, ergeben sich aus diesem Zusammenhang beträchtliche ... eBook PDF 29.10.2004 eBooks>Fachbücher, Diplom.de, .200

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